Gunda Förster

Gunda Förster

Vita

1967
geboren in Berlin
1991 – 1997
Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule der Künste Berlin
2007 – 2009
Gastprofessur an der Leibniz Universität Hannover
seit 2015
Professur für Kunst im Kontext von Architektur und Design, Hochschule Wismar
lebt und arbeitet in Berlin & Wismar

Architekturbezogene Arbeiten im urbanen Raum

2016
„Skala“, Feuerwache, München
2015
„G212“, Atrium, Greifswalder Straße 212, Berlin
2012
„Tunnel“, Deutscher Bundestag, Berlin
2010
„Ice Light“, City Hall, Vancouver, Kanada
2007
„Blue“, Nice Art Project: The SNCF bridges
Communauté d‘Agglomération Nice, Nizza, Frankreich
„Schweigen“, Hellweg ein Lichtweg, Lippstadt

Eingeladene Wettbewerbe

2017
Europäisches Patentamt, Berlin
Universität Leipzig, Fakultät Erziehungswissenschaften
Lichtinstallation für die Zeche Schlägel & Eisen, Herten
2016
Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB), Berlin
Deutsche Staatsoper, Berlin
2015
JKI, Bundesforschungsinstitut Dossenheim
Umweltbundesamt (UBA) Erweiterungsbau, Dessau

Stipendien & Preise

2017
Preisträgerin: Lichtinstallation für die Zeche Schlägel & Eisen, Herten
2016
3. Preis: ODYSSEE, Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB), Berlin

Sammlungen

· Sammlung des Deutschen Bundestages
· Sammlung des Deutschen Künstlerbundes
· Sammlung der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
· Sammlung der Kunsthalle Mannheim
· Kunstsammlungen zu Weimar
· Sammlung der Berlinischen Galerie
· Sammlung Erika und Rolf Hoffmann
· Sammlung Bernhard Schulz
· Sammlung Claus Bacher
· Sammlung Dr. Rainer Schiweck
· Sammlung Bernhard Meising
· Sammlung der Deutschen Ausgleichsbank, Bonn

Licht – Raum – Bewegung

Gunda Förster, Künstlerin
22.11.2017

Ausgehend von einem erweiterten Bildbegriff sind Licht – Raum – Bewegung – Zeit im Beziehungsgeflecht zwischen Kunst und Alltag die grundlegenden Aspekte meiner künstlerischen Arbeit. Meine raumbezogenen Arbeiten mit Licht, Dia, Video, Fotografie und weiteren Medien und Materialien verstehen sich zum einen als Malerei mit zeitgenössischen Mitteln – zum anderen als Orte der Wahrnehmung von Körper und Raum. Es geht mir nicht um die Abbildung und Darstellung von Sichtbarem. Die formale Reduzierung meiner Arbeiten bedingt deren Zeichenhaftigkeit. Der Sinn erschließt sich erst aus der Verknüpfung unterschiedlichster Aspekte und ihrer Bedeutungen. Im musealen Kontext setze ich mich mit der speziellen Situation des vom Alltag abgegrenzten White Cube auseinander: Mit meinen Rauminstallationen erzeuge ich Wahrnehmungsorte, in denen das Sehen zur elementaren Erfahrung wird und gerichtete Spannungen aufgebaut werden. Räume mit Scheinwerfern und Sinustönen beispielsweise führen die Wahrnehmung an ihre Grenzen; Arbeiten mit Glüh- und Taschenlampen sowie Neonschriftzüge aktivieren individuelle innere Bilder.

Bei den Video- und Diainstallationen geht es mittels der flächendeckenden Projektion auf alle Wände ebenfalls um das Fassen des Raumes durch das Zusammenspiel und den Wechsel von Helligkeit und Dunkelheit. Im Mittelpunkt steht die Kommunikation: zwischen Betrachter und Raum. Die Besucher werden in das Werk einbezogen und dadurch in die Lage versetzt, sich selbst in Relation zu ihrer Umgebung wahrzunehmen. Die sinnliche Wahrnehmung erweist sich als komplexer Prozess der Aufnahme von Sinnesdaten und ihrer von individuellen Erfahrungen geprägten Verarbeitung. Mich interessiert daran, eben nicht etwas abzubilden, sondern ein Medium zu benutzen und daraus völlig neue, andere Bilder zu filtern – Bilder, die sehr reduziert sind, Räume eröffnen. Meine architekturbezogenen Arbeiten existieren nicht eigenständig, losgelöst von ihrer Umgebung. Sie befinden sich in einem sozialräumlichen Kontext, werden bestimmt von den Bedingungen der Wahrnehmung, Orientierung, Bewegung, Kommunikation für den Menschen. Daraus resultiert mein Umgang mit der Situation und mein Vorgehen an dem jeweiligen Ort.

Es geht mir dabei immer um die Reflexion von räumlichen, aber auch sozialen und wahrnehmungspsychologischen Bedingungen mit verschiedensten gestalterischen Mitteln, die vom jeweiligen Kontext determiniert werden.

Einzelausstellungen

2015
GALERIE VON&VON, Nürnberg
2013
„FIGURATIF-KONKRET“, Kunstraum des Deutschen Bundestages (mit François Morellet), Berlin
2010
Gunda Förster, Kunstraum des Deutschen Bundestages, Berlin
2006
Galerie Wäcker & Jordanow, München
2005
Gallery 21+Yo, Tokio, Japan
NOISE, e.on, München
2004
H.W. & J. Hector Kunstpreis, Kunsthalle Mannheim
2002
„Photographs“, framework, Berlin
2001
„Wo immer ich nicht bin, ist der Ort, wo ich selbst bin.“, 7 Arbeiten in 7 Räumen, Kunstverein Hannover
„White Noise“, Helmhaus, Zürich, Schweiz
„White Noise“, Vedanta Gallery, Chicago, USA
1998
„Between“, Galerie Conrads, Düsseldorf
1997
„I wanna talk to you“, Galerie Wohnmaschine, Berlin

Gruppenausstellungen

2018
ZEIGEN. Audiotour durch die Sammlung der Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig
2017
SIGNAL. Lichtkunst aus der Sammlung Robert Simon, Kunstmuseum Celle
2015
„5600K“, New Media Gallery, Vancouver, Kanada
„Die Kraft der Idee“, 20 Jahre Sammlung Robert Simon, Kunstmuseum Celle
2014
„Curiosity – Art & Pleasure of Knowing“, de Appel Arts Center, Amsterdam
„SCHEINWERFER – Lichtkunst in Deutschland im 21. Jahrhundert“, Kunstmuseum Celle, Deutschland
2013
„Curiosity – Art & Pleasure of Knowing“, Turner Contemporary Margate, Norwich Castle Museum, Royal Hiberian Academy, Dublin, Irland
„Ostrale – Internationale Zeitgenössische Kunst“, Dresden
„Nachbilder“, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig
2012
Montevideo Biennial, Banco Republica, Montevideo
„Illuminated“, QUAD, Derby
„Sample #4“, Deutscher Künstlerbund, Berlin
2011
„High Speed Slow Motion“, Kunstraum Potsdam
Mecklenburgische Festspiele, Gutshaus Knoefel, Mestlin
2010
Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten für das Gebäude des Deutschen Bundestages, Berlin
„Noire et pourtant lumineuse“, Matthew Bown Gallery, Berlin
2009
„Zeigen“, Temporäre Kunsthalle, Berlin
2008
„Kabinett #1“, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig
2006
„Melancholie“, Neue Nationalgalerie, Berlin
„Trial Balloons“, MUSAC, León, Spanien
2005
„Global Players – Contemporary Japanese and German Artists“, Bank Art, Yokohama, Japan/Ludwig Forum, Aachen