Miriam Vlaming

Miriam Vlaming

Ausbildung

1991 – 1993
Studium der Erziehungswissenschaften mit Studienabschluss Vordiplom Diplompädagogik, Soziologie und Psychologie an der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf
1993 – 1999
Studium der Malerei und Grafik mit Studienabschluss Diplom mit Auszeichnung der Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
1999 – 2001
Gaststudium der Malerei Fachklasse Prof. Jan Dibbets, Kunstakademie Düsseldorf
1999 – 2001
Meisterklasse mit Studienabschluss Meisterschülerin von Prof. Arno Rink, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig

Lehrtätigkeit

1999 – 2000
Assistentin Abendakademie, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
1999 – 2001
Lehrauftrag für Architekturperspektive, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK), Leipzig
2001 – 2003
Lehrauftrag für Illustration, Hochschule für Kunst und Gestaltung, BTK Berlin
2011
Lehrauftrag für Malerei an der 14. internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Dresden

Stipendien, Preise & Reisen

1999
Auszeichnung für das Diplom der Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
1999 – 2001
Sächsisches Landesstipendium Landesgraduiertenförderung für das Meisterstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
2001
Arbeitsaufenthalt in Kenia, Ostafrika gefördert durch das Graduiertenstipendium
2005
Auslandsstipendium in Columbus, Ohio, USA gefördert durch den Freistaat Sachsen, Deutschland und The Greater Columbus Arts Council (GCAC), Ohio, USA
2010
Auslandsstipendium in Herzlia, Israel gefördert durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin organisiert von schir in Zusammenarbeit mit Artists’ Residence Herzliya, Israel

Sammlungen

Altana Kunstsammlung, Bad Homburg
Unternehmenssammlung Robert Bosch GmbH, Stuttgart
Sammlung der Deutschen Bundesbank, Berlin
Sammlung Frisch, Berlin
Sammlung Kerber, Bielefeld/Berlin
Sammlung Kleinsimlinghaus, Krefeld
Kulturhaus Leuna
Kunstfonds des Freistaates Sachsen, Dresden
Kunsthalle der Sparkasse Leipzig
Kunsthalle G2 Collection Hildebrand, Leipzig
Kunstmuseum Walter, Augsburg
Sammlung Dirk Lehr, Berlin
Museum der Bildenden Künste, Leipzig
Sammlung Philara, Düsseldorf
Sammlung Richter, Düsseldorf
SØR Rusche Sammlung, Oelde/Berlin
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
VNG Art – Sammlung für Zeitgenössische Kunst, Leipzig
Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Publikationen

2018
„Der Mensch. Das Wesen“, Museum für Zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth (Hrsg.), Monografie zur Einzelausstellung
„Miriam Vlaming. Vor Tür und Wand“, Dokumentarfilm, Regie: Manuel Dorn, ca. 40 min., Deutsch
2017
„Human Nature“, Kerber Verlag (Hrsg.), Bielefeld
2016
„Du sollst dir (k)ein Bild machen“, Ochs, Alexander/ Zimmermann, Petra (Hrsg.), Bielefeld
2015
„Bielefelder Contemporary. Zeitgenössische Kunst aus Bielefelder Privatsammlungen“, Bielefelder Kunstverein/Thiel, Thomas, Bielefeld
„Sommer Nacht“, ALTANA Kulturstiftung GmbH/ Firmenich, A./ Janssen, J. (Hrsg.), Berlin
„Frisch aus Berlin“, Frisch, Dr. Harald, Bielefeld
2014
„Wahrheiten. Werke aus der SØR Rusche Sammlung Oelde/Berlin“, Bayer AG Communications - Bayer Kultur / Rusche, Dr. Dr. Thomas (Hrsg.), Bielefeld
„Blitzgewitter. Erzgeburtstag“, Gisbourne, Mark / Meyer, Clemens / Wiesner, Harald (Hrsg.)
2013
„Schöne Landschaft- bedrohte Natur. Alte Meister im Dialog mit zeitgenössischer Kunst.“, Rusche, Dr. Dr. Thomas (Hrsg.), Bielefeld/Berlin
2012
„Zwischen den Zeiten“, Stadt Osnabrück / Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück (Hrsg.), Bramsche
„An die Natur. ALTANA Kunstsammlung.“, ALTANA Kulturstiftung; Firmenich, Andrea (Hrsg.), Köln
2008
„Rink & Vlaming. Malerei.“, Frisch, Harald (Hrsg.), Berlin
„Zweidimensionale. Competition für Bildkunst, Musik- und Kunstkritik 2004.“, Stadt- und Kreissparkasse Leipzig (Hrsg.)

Paradies für Fortgeschrittene

Anne Diestelkamp
21.10.2017

Miriam Vlaming / GALERIE VON&VON / Foto: Angelika Platen
Foto: Angelika Platen

Von ihren frühen Schaffensperioden an beschäftigte sich Miriam Vlaming bereits mit der Symbiose von Mensch und Natur. Kennzeichnend für ihre Werke steht dabei die Verschmelzung der Leinwandprotagonisten mit der sie umgebenden floralen Ornamentik. Während sie die Verhältnisse von Mensch und natürlicher als auch urbaner Lebensräume erforscht, lässt Vlaming ihre Figuren sehr häufig in ihrer Umwelt verschwinden oder aus dieser hervortreten. Nicht selten scheint es, als erwüchsen Vlamings Figuren geradezu aus den wilden Strukturen der Landschaft- als gebäre die Natur den Menschen. Die Künstlerin erhebt dabei die Frage nach der menschlichen Identität und Menschwerdung zum zentralen Thema ihrer Arbeit.

Innerhalb ihrer letzten Schaffensjahre entwickelte sich Vlaming stetig zu einer visuellen Anthropologin, wobei sie die zentrale Thematik des Menschen im Einklang oder Widerstreit mit der Natur als auch die menschliche Natur selbst erforschte. Dabei lotet die Künstlerin die Aspekte der Domestizierung der Natur von Seiten des Menschen aus, die kontrastieren mit den Glaubenssätzen und Werten, die den Menschen so einzigartig charakterisieren.

Miriam Vlaming, eine der wichtigen Vertreterinnen der Neuen Leipziger Schule, studiert an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Arno Rink und absolviert ihr Studium im Jahr 1999 mit Prädikat, um anschließend zwei Jahre lang Meisterschülerin Links zu werden. Miriam Vlamings Ausbildung ebenso wie ihre figurativen Arbeiten legitimieren dabei ihre Zuordnung zur Neuen Leipziger Schule. Anders als andere Mitglieder dieser Strömung, bewegt sich Miriam Vlaming jedoch stets an der Grenze zur Abstraktion, indem sie Mensch und Natur mit der sie umgebenden Ornamentik und malerischen Strukturen verflechtet.

Die Künstlerin, die nach Studienabschluss einen Lehrauftrag annimmt (2001–2003) und 2011 auf der 14. Internationalen Dresdner Sommerakademie für Bildende Kunst unterrichtet, zeigt ihre Werke auf zahlreichen internationalen Einzelausstellungen. Hervorzuheben ist die Schau „YOU PROMISED ME“, die 2008 in der Kunsthalle Mannheim rund 50 Gemälde zusammenbringt. Ihre Werke sind in bedeutenden öffentlichen Sammlungen und Museen vertreten, darunter das Von der Heydt-Museum in Wuppertal, das Museum der Bildenden Künste in Leipzig, die ALTANA Kulturstiftung, die Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank oder die Unternehmenssammlung Robert Bosch GmbH.

Einzelausstellungen

2018
„Miriam Vlaming. Malen“, Orangerie der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau
„Miriam Vlaming. Seltsam, im Nebel zu wandern", Kunstverein Duisburg
„Der Mensch“, Museum für zeitgenössische Kunst – Dieter Kuhnert, Ottobeuren
„Miriam Vlaming“, GALERIE VON&VON, Nürnberg
2017
„Treasure World”, Galerie Tristan Lorenz, Frankfurt
2016
„Eden”, Galerie Dukan, Paris, Frankreich
„Eden”, Galerie Dukan, Leipzig
„Wonderland”, Freshfields Bruckhaus Deringer, Düsseldorf
„Drifter”, Zic Zerp Galerie, Rotterdam, Niederlande
2014
„Fool’s Paradise”, Villa Goecke, Krefeld
„Muse”, Galerie Martin Mertens, Berlin
2011
„Miriam Vlaming. The Unknownland”, Alexander Ochs Galleries, Berlin
2010
„Wahre Sagen”, Galerie Martin Mertens, Berlin
„Every Single Day”, Alexander Ochs Galleries, Peking, China
2009
„Habseligkeiten”, Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf
„Für Immer”, Alexander Ochs Galleries, Berlin
2008
„You Promised Me”, Kunsthalle Mannheim
„You are Wearing a Mask”, Galerie Martin Mertens, Berlin
2007
„Good Morning Revival”, Moti Hasson Gallery, New York, USA
„Afterall”, Maerzgalerie Leipzig
2006
„Neverlasting Summer”, Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf
„Survivor”, Galerie Stefan Denninger, Berlin
„West End”, Galerie Christa Burger, München
2005
„Living the Dream”, Maerzgalerie Leipzig, Leipzig
„Summer Collection”, Spring studies, Columbus, USA
2004
„Wonderland”, Max-Planck-Institut, Berlin
„Expedition”, Galerie Stefan Denninger, Berlin
„Vlaming”, Maerzgalerie Leipzig
„Miriam Vlaming”, cc room, Berlin
2001
„In Between”, Messehaus am Markt, Leipzig
„My Famous Love Affairs”, Galerie Kermer, Leipzig

Gruppenausstellungen

2018
„Seltsam, im Nebel zu Wandeln“, Kunstverein Duisburg
„Die Anderzeit“, GALERIE VON&VON, Nürnberg
„Gästeliste“, Galerie Peters-Barenbrock, Ahrenshoop
„Der Mensch. Das Wesen“, Museum für Zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth, Ottobeuren
„Eros und Thanatos“, Museum Abtei Liesborn
„Preparing for Darkness“, Kühlhaus am Gleisdreieck, Berlin
„Painting XXL“, Ausstellungshalle 1a, Galerie Leuenroth
„Nach dem Bild ist vor dem Bild. Malerinnen aus Leipzig“, Kunstverein Freunde aktueller Kunst, Zwickau
„Ereignis Druckgrafik 10/2018“, Bund Bildender Künstler Leipzig e.V.
„Zündung“, Turps Gallery, London, Großbritannien
„Strange Beauty“, Galerie Beck & Eggerling, Wien
Editionen, Villa Goecke, Krefeld
Art Karlsruhe, GALERIE VON&VON, Nürnberg
2017
„Salon d'Hiver“, Zic Zerp Galerie, Rotterdam, Niederlande
„Strange Beauty“, Galerie Beck&Eggeling, Düsseldorf
„11 in 4“, GALERIE VON&VON, Nürnberg
„Painting XX – MNW”, Kunsthalle Lüneburg, Leipzig/Berlin
„Farbauftrag“, Haus am Lützowplatz, Studio Galerie, Berlin
„Neue Freunde”, Kunstverein Duisburg, Duisburg
„Immanence”, Pictura Groningen, Groningen, Niederlande
„Entfesselt“, Schloss Achberg, Ravensburg
2016
„Interiors“, Galerie Dukan, Leipzig
„Undercover“, Artdocks Bremen, Bremen
„Tiere sehen dich an“, Zionskirche (kuratiert von Alexander Ochs), Berlin
2015
„Frisch aus Berlin”, Stadtmuseum Oldenburg, Oldenburg
„Eröffnungsausstellung G2. Sammlung Hildebrand”, G2 Kunsthalle, Leipzig
„Eternal Lines“, Zerp Gallery, Rotterdam, Niederlande
„Drei Künstler. Drei Zimmer”, Alexander Ochs Private, Berlin
2014
„Bielefeld contemporary“, Bielefelder Kunstverein im Waldhof, Bielefeld
„One Million Traces“, Kunstverein Duisburg, Berlin
2013
„Haltlose Gründe“, Kunsthalle Darmstadt, Darmstadt
„The Birth of Cinema and Beyond“, Rosenfeld Porcini, London, Großbritannien
„Private Kunstsammlungen Münster“ – Director's Choice, Kunsthalle Münster
2012
„I am a Berliner“, Museo del l’Arte del Novecento e del Contemporaneo, Sassari, Italien
„I am a Berliner“, Tel Aviv Museum of Art, Tel Aviv, Israel
2011
„Berlin Klondyke 2011“, Klondyke Institute for Art & Culture, Dawson, Kanada
„A common Dialect“, Marres, Centre for Contemporary Culture, Maastricht, Niederlande
2010
„Blickkontakte“, Anhaltische Gemäldegalerie Dessau, Orangerie bei Schloss Georgium, Dessau
„Silent Revolution“, Kerava Art Museum, Kerava, Finnland
„Liebhaberstücke“, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, Mülheim an der Ruhr
2009
„Realisme uit Leipzig“, Drents Museum, Assen, Niederlande
2008
„Rink & Vlaming Malerei“, Museum der Stadt Ratingen, Ratingen
„Under the Sky white Space Beijing“, Alexander Ochs Galleries, Peking, China
„Nuovi Pittori Tedeschi“, Studio d’Arte Cannaviello, Mailand, Italien
2007
„Traumschiff Malerei“, Museum der Stadt Ratingen
2006
„Wild at Heart“, Kunstverein Speyer, Villa Oppenheim, Berlin
„The History Place“, Moti Hasson Gallery, New York, USA
„Neue Deutsche Malerei/Leipziger Kunst”, Xawery Dunkowski Museum Warschau, Warschau, Polen
Städtische Galerie Arsenal, Posen
Regionalmuseum Krockow, Krockow, Polen
Baltische Kunstgalerie, Köslin, Polen
2005
„Three Versions Isabelle DUTOIT“, Goethe-Institut, Deutsche Botschaft, London, Großbritannien (mit Sophia Schama)

Über das Ungewöhnliche

Blog-Interview mit Miriam Vlaming

Miriam Vlaming zu ihrer neuen Serie auf Papier auf I DECLARE COLORS