Miriam Vlaming

"Waiting For James"

Miriam Vlaming · GALERIE VON&VON / Contemporary Art / Art Gallery / Artist

Von ihren frühen Schaffensperioden an beschäftigte sich Miriam Vlaming bereits mit der Symbiose von Mensch und Natur. Kennzeichnend für ihre Werke steht dabei die Verschmelzung der Leinwandprotagonisten mit der sie umgebenden floralen Ornamentik. Gigantische Leinwände, vorwiegend mit der samtigen Farbigkeit von Eitempera bearbeitet und prächtige ornamentale Texturen zwischen Mensch und Natur, zwischen Vergangenheit und den flüchtigen Momenten der Gegenwart – all das beschreibt nur ungefähr das Werk von Miriam Vlaming. Gerne greift die Künstlerin dabei auch auf fotografische Vorlagen zurück. Ihre Papierarbeiten der Serie „This is No Ordinary Love“ bestechen allein schon durch die Unmittelbarkeit und Dymanik des Materials Papier. Die romantischen Sujets sind bewusst emotional überzeichnet, erinnern gar an Pantomime in Stummfilmen und regen so die Fantasie des Betrachters an.
— Eva Karl

Im Fokus des Werkes befindet sich das Bruststück einer Frau, von dem ihr Körper frontal gezeigt wird und sie ihr Gesicht im Dreiviertelprofil zur rechten Bildseite hin gedreht hat. Die Dame besitzt kurzes, dunkel gelocktes Haar, dunklen Augen und einen kleinen roten Mund, den sie leicht geöffnet hat. Ihr Blick geht am Betrachter rechts vorbei. Das schmale Gesicht ist farblich mit einer verwaschenen Mischung aus größtenteils hellen Ockertönen zusammen mit brauner und grüner Farbe ausgeführt. Bekleidet ist die Frau mit einer hellen, langärmeligen Bluse, deren roter Kragen bis oben hin mit großen runden Knöpfen zugeknöpft ist. Über die Bluse sind Farbspuren in Orange und Rose gelegt. Schatten und Konturen der Kleidung werden mit blauer und grüner Farbe hervorgehoben. Die Frau wird nimbusartig von unterschiedlichen Farbverläufen in den Tönen Schwarz, Grau, Braun, Blau und Grün umgeben, verschmilzt regelrecht mit diesen. Dabei wird teilweise der helle Papiergrund sichtbar. Zusammen mit ihrer Rahmung nimmt die Frau mehr als die Hälfte der gesamten Bildfläche ein. Dabei berührt der angedeutete Kreis beinahe die Bildränder. Die Darstellung besticht generell durch ihre milchig-bleiche, verwaschene Farbigkeit, die dem Werk eine zart-samtige, flüchtige Note verleiht und die einzelnen Bildelemente miteinander verwebt. Der weiße unbearbeitete Papiergrund überwiegt hauptsächlich in den Ecken des Werkes.
— Julia Reiter