09.01.2018 - 17.02.2018

Camera Obscura

Kunstprojekt mit Atelierfotos von Günter Derleth & Portraitfotos von Christian Weigang

Günter Derleth: Atelierfotos
Christian Weigang: Portraitfotos

Beteiligte KünstlerInnen/Institutionen: 
Michael Amman, Till Augustin, Waldemar Bachmeier, Reiner Bergmann, Galerie Bernsteinzimmer, Oliver Boberg, Meide Büdel, Wolfgang Christel, Roland Draack, Barbara Engelhard, Béla Faragó, Sabine Freudenberger, Birgit Maria Götz, Hans Grasser, Inge Gutbrod, Kathrin Hausel, Original Hersbrucker Bücherwerkstätte, Hubertus Heß, Walter Hettrich, Josef Hirthammer, Christian Höhn, Giorgio Hupfer, Franz U. Janetzko, Ursula Kreutz, Lutz Krutein, Hartmut Kuhnke, Peter Kunz, Herbert Liedel, Aja von Loeper, Thomas Lunz, Thomas May, Anders Möhl, Thomas Mohi, Anja Molendijk, Sabine Neubauer, Christian Oberlander, Tilman Oehler, Rudi Ott, Stefanie Pöllot, Dan Reeder, Sabine Richter, Christian Rösner, Harri Schemm, Susa Schneider, Pirko Julia Schröder, Ingolf Sernow, Verena Waffek, Stefanie Walter, Fredder Wanoth, Achim Weinberg, Joseph Stephan Wurmer, Reiner Zitta

Über 50 Künstler der gesamten Gendervielfalt aus der Metropolregion Nürnberg repräsentieren ein weites Feld in der Gegenwartskunst. Von Aquarell bis Zellstoff, von Aufbruch bis Ziel, von Analytik bis Zen spannen sie in 25 Tandems den Bogen, der uns das „Undefinierbare in der Kunst“ – so empfand es Pablo Picasso – überhaupt erst zugänglich und somit fühlbar macht. Bei der namensgebenden „Camera Obscura“ oder auch Lochkamera handelt es sich um einen im Inneren schwarzen Kasten mit winzigem Loch an einer Seite. Durch dieses kann Licht ins Innere des Kastens auf eine lichtempfindliche Schicht wie etwa Film oder Papier fallen und man erhält in der Lochkamera ein seitenverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Bild. Im Anschluss wird dieses in der Dunkelkammer „richtigherum“ gedreht. Durch die lange Belichtungszeit von bis zu 45 Minuten entsteht ein Bild mit besonderer Anmutung. Es ist, als würde man einen ganzen Film auf einem einzigen Bild festhalten.

Die Camera Obscura als Medium wird insofern Künstlern und Kunst gerecht, da es sich bei beidem um einen Schaffensprozess handelt, der sich im Kunstwerk konzentriert und dessen Magie binnen eines Augenblicks wahrnehmbar wird. Günter Derleth hat die Ateliers der Künstler mit seiner Lochkamera abgebildet, die einen großen Blickwinkel, damit eine großzügige Übersicht und einen ebensolchen Einblick in das Innerste individueller Kunst-Biotope ermöglicht. Christian Weigang hat die Portraits der Künstler mit einer ganz anders konzipierten und selbst gebauten Lochkamera aufgenommen. Damit die Künstler in ihren Porträts lebensgroß abgebildet werden, verwendet er eine Lochkamera, die einen, für ein Porträt typisch, engeren Blickwinkel erfasst.

„Die Camera Obscura im Atelier“ ist ein Zeitungs- und Ausstellungsprojekt. Die Publikation der „Ausgabe 1“ wird im großen Tageszeitungsformat zu 64 Seiten, in einer Auflage von 10.000 erscheinen. In mehr oder weniger bis sehr persönlichen Texten schreibt darin jeder Künstler über seinen Tandempartner, über die Kunst und über das Leben.
– Julia Reiter

Weitere Events im Rahmen der Ausstellung:

  • 27.01. ab 12 Uhr: Live Portrait mit der Camera Obscura & Christian Weigang
  • 03./10./17.02. ab 14 Uhr: Künstlergespräche
  • 15.02. um 19 Uhr: Finissage mit Live Band