23.11.2021 - 23.01.2022

JOSEF HIRTHAMMER

Forty4

 

JOSEF HIRTHAMMER

‚Forty4‘

 

Soloausstellung vom 21.11.2021 – 23.01.2022

Josef Hirthammer arbeitet seit über 40 Jahren als Bildender Künstler. In unserer aktuellen Geburtstagsausstellung zeigen wir in vier Räumen einen Querschnitt durch sein facettenreiches OEuvre. Sein vielschichtiges Werk ermöglicht kein klassisches Schubladendenken und entzieht sich jeglicher Kategorisierung. Künstlerische Vielfalt ist sein Markenzeichen, seine Gestaltungsmedien sind Malerei, Zeichnung, Fotografie, Digital Painting, Skulptur und Installationen. Inhaltlich befasst sich Hirthammer mit ökologischen und philosophischen Themenkreisen, denen er sich über Werkserien nähert.

Seit vier Jahrzehnten beschäftigt sich der in Fürth lebende Künstler Josef Hirthammer in seinem Werkzyklus HAPPY NATURE mit der Zerstörung der Natur durch den Menschen. Im eigenen Mikro- und Makrokosmos der Natur sieht er eine einzigartige Ästhetik. Die Natur fungiert für ihn als ein Medium der Selbsterfahrung und ist Gegenstand sinnlicher und ästhetischer Schönheit. Als Naturenthusiast transformiert Hirthammer Flora und Fauna in Kunstobjekte. Dabei schafft er Naturdarstellungen, die mit dem Urgrund aller endlichen Dinge gleichgesetzt werden und in der philosophischen Tradition Spinozas stehen. Die Natur mit ihrer faszinierenden Artenvielfalt bildet einen Schwerpunkt im OEuvre, seine Naturstudien sind durchdrungen von Gefühl und Bewunderung für die Natur. Neben den Blüten- und Blumenbildern, die in verschiedensten Techniken umgesetzt werden, gibt es auch skulptural stark vergrößerte Samenkörner. 

Die Arbeiten der Serie BIG NATURE – SAMEN DER EVOLUTION, zeigen, welch enormes Energiepotenzial in diesen kleinen Körnern steckt. Bei ausgedehnten Spaziergängen entstehen Fotografien, die die Schönheit der Pflanzen, Blumen, Fundstücke und getrockneten Samenstände dokumentieren. Diese Fotografien werden digital bearbeitet, aufgezogen und mit Wachs überzogen. Die an Enkaustik erinnernde Technik gibt den Fotoarbeiten mit ihrem milchig transparenten Überzug eine eigene Aura, sie stehen dem dokumentarischen Charakter der Fotografie entgegen und bilden eine eigene Ästhetik. Das empfindliche Wachs unterstreicht die Verletzlichkeit der Natur, die Arbeiten mahnen einen sorgfältigen Umgang mit der Natur an, um sie vor irreparabler Zerstörung zu bewahren. Mit seinen Bildern möchte er die Ästhetik unserer Natur aufzeigen, die Schönheit einer einzelnen Blüte, die selbst im kleinsten Samen innewohnenden Kräfte. Die Arbeiten fordern dazu auf, die Natur zu lieben und zu schützen. Auch sammelt Hirthammer Blütenblätter von Wildblumen, die getrocknet und in Alkohol eingelegt werden. Versiegelt mit Wachs, entfalten die Blütenblätter ein vielfältiges Farbenspiel in den Glasgefäßen. Wie wertvolle Tinkturen werden die einzelnen Gläser zu einem ästhetischen Mahnmal aufgereiht. Diese Installation visualisiert die Vielfalt und Ästhetik der Natur und beinhaltet Kritik am Umgang des Menschen mit seinem natürlichen Lebensraum. 

In der Serie CONTEMPORARIES malt, fotografiert und zeichnet der Künstler Menschen und schafft so Zeitdokumente der 1980er Jahre bis heute. In seinen neuesten Portraits fusionieren Fotografie, Malerei und Bildbearbeitung und schicken den Betrachter auf eine spannende Entdeckungsreise. 

 

 

Vernissage am 21. November um 15:30 Uhr. Die Eröffnungsrede hält Prof. Dr. Martin Oswald, PH Weingarten.

 

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