14.09.2018 - 10.11.2018

Die Anderzeit

Solo Show mit Miriam Vlaming

Miriam Vlaming / Ausstellung 2018: "Die Anderzeit" / GALERIE VON&VON / Neue Leipziger Schule / Meisterschülerin Arno Rink / Zeitgenössische Kunst / Kunstgalerie / MalereiMiriam Vlaming / Ausstellung 2018: "Die Anderzeit" / GALERIE VON&VON / Neue Leipziger Schule / Meisterschülerin Arno Rink / Zeitgenössische Kunst / Kunstgalerie / MalereiMiriam Vlaming / Ausstellung 2018: "Die Anderzeit" / GALERIE VON&VON / Neue Leipziger Schule / Meisterschülerin Arno Rink / Zeitgenössische Kunst / Kunstgalerie / MalereiMiriam Vlaming / Ausstellung 2018: "Die Anderzeit" / GALERIE VON&VON / Neue Leipziger Schule / Meisterschülerin Arno Rink / Zeitgenössische Kunst / Kunstgalerie / MalereiMiriam Vlaming / Ausstellung 2018: "Die Anderzeit" / GALERIE VON&VON / Neue Leipziger Schule / Meisterschülerin Arno Rink / Zeitgenössische Kunst / Kunstgalerie / MalereiMiriam Vlaming / Ausstellung 2018: "Die Anderzeit" / GALERIE VON&VON / Neue Leipziger Schule / Meisterschülerin Arno Rink / Zeitgenössische Kunst / Kunstgalerie / Malerei

GALERIE VON&VON freut sich, Ihnen „DIE ANDERZEIT“ zu präsentieren, die erste Solo Show von Miriam Vlaming in Nürnberg. Die atelierfrischen Arbeiten der bedeutenden Vertreterin der Neuen Leipziger Schule werden erstmals vom 14.09. bis 10.11.2018 in den Räumen der Galerie gezeigt.

Miriam Vlaming kann als visuelle Anthropologin verstanden werden. Wie keine andere setzt sie sich auf einzigartige Weise in ihren Werken mit den großen Fragen des Lebens und des Menschseins auseinander. Vlaming studiert zunächst Pädagogik, Soziologie und Psychologie in Düsseldorf, bevor sie 1991 an der HGB Leipzig das Studium der Malerei aufnimmt, in welchem sie zeitweise von Neo Rauch unterrichtet und schließlich zur Meisterschülerin von Prof. Arno Rink ernannt wird.

Die Ausstelllung „DIE ANDERZEIT“ präsentiert dem Besucher Miriam Vlamings tiefgehende Bildwelten, die nicht an Ort und Zeit gebunden sind. Es sind facettenreiche Erinnerungsbilder, prächtige Momentaufnahmen oder mysthische Visionen, die durch ihre Offenheit und das bewusste Nichtfestlegen den Geist verschiedener Zeiten einfangen und so den Blick für neue Sichtweisen öffnen.

Der Besucher lernt in der Ausstellung das vielseitige Oeuvre der Berliner Malerin kennen, welches zentral die Frage nach der Beziehung von Mensch und Natur aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt. Den figurativen Stil ihrer Lehrer übernimmt Vlaming nur zu Teilen. Vielmehr entwickelt sie durch den wiederholten Prozess von Auf- und Abtragen, Überlagern und Verdecken in den letzten 20 Jahren eine ganz eigene, figürlich-abstrakte Form-und Farbsprache. Die so formal erzeugte Vielschichtigkeit findet ihre inhaltliche Analogie in der Vielzahl an Andeutungen und Verweisen, welche die Künstlerin in ihren Werken verhandelt.

In der Solo Show empfängt den Besucher im Hauptraum das eindrucksvolle, großformatige Werk mit dem gleichnamigen Titel „DIE ANDERZEIT“, das vier Kinder beim Baden an einem entspannten Sommertag zeigt und in gedämpfter Farbigkeit einen unbeschwerten Dialog mit dem Betrachter zu Tage fördert: Schemenhaftigkeit und Ineinanderfließen von Farben und Formen rufen beim Betrachten sehr persönliche Assoziationen wach.

Eine extravagante Farbigkeit kennzeichnet die neue Serie Vlamings. Anhand der Verbildlichung exotischer Kulturen & Rituale nähert sich die Künstlerin an Fragen über die Art und Weise des Zusammenlebens unterschiedlicher Sozialisationen. Sie zeigt Urvölker, die bei Nacht um ein Feuer tanzen oder bei der Jagd.
Vlaming stellt Gesichter dar, die nur teilweise erkennbar sind und maskenhaft verdeckt oder verändert werden und so an unsere eigenen Masken und Rollen in der Gesellschaft anspielen.

„DIE ANDERZEIT“ eröffnet dem Betrachter Welten seines eigenen Unterbewusstseins. Die Künstlerin arbeitet ohne moralische Wertung, doch mit aufrichtiger Faszination für den Moment. So kommen in der einzigartigen Solo Show Tiefe mit Leichtigkeit und Deutungsoffenheit mit den individuellen Deutungen des Betrachters in Berührung – persönliche Empfindungen, aus eigener Erinnerung abgerufen.

— Lisa Stopper, Kunsthistorikerin