19.09.2017 - 04.11.2017

NEXUS

Wie faszinierend und produktiv partnerschaftliche Beziehungen oder gar Symbiosen zwischen zwei Künstlern sein können beweisen so berühmte Namen wie Jackson Pollock und Lee Krasner, Paula-Modersohn-Becker und Otto Moderson, Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle oder Bernd und Hilla Becher, um nur einige zu nennen. Paare als Kunstkollektiv gehören heute längst zum Kunstalltag. Doch wie […]

Wie faszinierend und produktiv partnerschaftliche Beziehungen oder gar Symbiosen zwischen zwei Künstlern sein können beweisen so berühmte Namen wie Jackson Pollock und Lee Krasner, Paula-Modersohn-Becker und Otto Moderson, Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle oder Bernd und Hilla Becher, um nur einige zu nennen.

Paare als Kunstkollektiv gehören heute längst zum Kunstalltag. Doch wie stellt sich das partnerschaftliche Zusammenleben zweier Künstler heute dar?

 

MIRKO SCHALLENBERG

Das markanteste Merkmal der Bilder Schallenbergs sind die Dingpyramiden, die in kleinen und großen Formaten ein Arrangement bilden aus Vasen, Brettern, Steinen und noch vielem mehr aus der Dingwelt stammenden Gegenstände. Die Gestalthaftigkeit der Dinge und die damit verbundene Prägnanz werden so auf dem Bild konstruiert, bis auch die unwahrscheinlichste Zusammenkunft der Dinge in eine stimmige Anordnung gebracht wurde.

Die Malerei von Schallenberg ist die Enteisungsmaschine, in welcher die Dinge wieder aufgetaut und zum Leben erweckt werden sollen.

 

KATHRIN RANK

Ranks Bilder zeigen Ein- und Ausblicke und spielen mit der Wirkung von Licht- und Schattensituationen. Figuren werden durch Gegenlicht zu Silhouetten. Der Bildbetrachter wird zum Beobachter, der voyeuristisch ins Bildinnere blickt – gemeinsam mit den gemalten Betrachtern. In frei aufgefasste Malerei eingebettet werden sie vom Protagonisten zum Nebenhandelnden. Das Außen wird zum Einfallstor für das Innere: Außenlandschaft wird zur Innenlandschaft.

Bei Rank wird auf umgekehrtem Weg das Erzählerisch-Figürliche verdinglicht. Der eben noch erlebte Augenblick wird eingefroren. Das Wesentliche schält sich heraus. Die beiden Maler malen an diesem Wesentlichen und so werden ihre Bilder zu Metaphern für die Welthaltigkeit ihrer Malerei.