14.11.2013 - 08.03.2014

Winterausstellung

Leszek Skurski ist in Danzig geboren und lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Fulda. Seine Bilder erzählen von einer unendlichen Weite ohne Horizont und Begrenzungen, meist nur in Weiß gehalten. Aber dieses Weiß ist in vielen sensiblen Schichtungen angelegt, haben feinste Nuancen und fordern das Auge, die sensiblen Pinselspuren, kräftigen Spachtelflächen und feinste Arbeitsspuren […]

Leszek Skurski ist in Danzig geboren und lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Fulda. Seine Bilder erzählen von einer unendlichen Weite ohne Horizont und Begrenzungen, meist nur in Weiß gehalten. Aber dieses Weiß ist in vielen sensiblen Schichtungen angelegt, haben feinste Nuancen und fordern das Auge, die sensiblen Pinselspuren, kräftigen Spachtelflächen und feinste Arbeitsspuren zu erforschen. In diesem vielschichtigen Weiß skizziert Skurski mit wenigen markanten Pinselstrichen seine Menschen, vermeintlich hilflos der Leere ausgesetzt, aber auch selbstbewusst agierend. Diese gekonnt abstrahierten Personen behaupten sich souverän in ihrer grenzenlos weiten Umgebung. Und genau dieser gewaltige Gegensatz von unendlicher Fläche und kleinen menschlichen Figuren erzeugen diese starke Dramaturgie seiner Gemälde.

Yoon Chung Kim ist in Südkorea geboren und studiert nun seit mehreren Semestern an der Kunstakademie Nürnberg. Ihre Werke stellen wir in unserer Galerie erstmals öffentlich aus. Auf meistens monochromen Farbflächen werden mit wenigen bewusst gesetzten Pinselstrichen gekonnt Figuren abstrahiert, die treffend ein Kind, eine Frau oder einen Mann definieren. Die Bilder sind ruhig und sehr spannungsreich zugleich. Trotz der starken Abstraktion spielt bei Kim Räumlichkeit eine wichtige Rolle. Mit wenigen und meist reinen Farben modelliert sie ihre Figuren zu einer intensiven räumlichen Darstellung. Mimik und Körperhaltung sind eindeutig festgehalten, aber eben mit einer überzeugenden Reduzierung an Pinselstrichen. Jeder Pinselstrich ist lange überlegt, bevor er ausgeführt wird. Dieses zurückhaltende Setzen der Farbflächen zeugt von großer Sensibilität.

Josef Hirthammer dokumentiert mit seinen Bildern seit mehr als 3 Jahrzehnten den großen Zyklus Zeitgenossen. Er hält das Erscheinungsbild seiner Mitmenschen in der jetzigen Zeit fest, bewusst als Zeitdokument. Schönheits- und Jugendwahn als primäre Eigenschaften seiner Zeitgenossen. Die Technik, mit denen Josef Hirthammer seine neuesten Werke gestaltet, bezeichnet er als Fusionismus. Er verschmilzt Fotografie, Digitales Gestalten am Computer und klassische Malerei zu einem Kunstwerk. Diese 3 Gestaltungsmöglichkeiten fusionieren zu einer untrennbaren Einheit.