21.03.2019

Fusionismus / Abstrakte Malerei

Der Vorgang des Malens bedeutet und integriert sensuales Dokumentieren von Spontanität, Eigendynamik und bewusster Zufälligkeit; die Farbe als poetische Spurengebung. Ein wesentlicher Bereich des kreativen Kunstschaffens von Josef Hirthammer sind die gegenstandslosen Farbmalereien. Hier geht es um die sensible Auflösung des zweidimensionalen Bildraumes. Vereinzelte Farbflecken erheben sich aus der flachen Bildebene und streben in den […]

Der Vorgang des Malens bedeutet und integriert sensuales Dokumentieren von Spontanität, Eigendynamik und bewusster Zufälligkeit; die Farbe als poetische Spurengebung.

Ein wesentlicher Bereich des kreativen Kunstschaffens von Josef Hirthammer sind die gegenstandslosen Farbmalereien. Hier geht es um die sensible Auflösung des zweidimensionalen Bildraumes. Vereinzelte Farbflecken erheben sich aus der flachen Bildebene und streben in den Raum. Die dritte Dimension wird angetastet, die gestaltete Farbfläche wird partiell plastisch.

Josef Hirthammer arbeitet vor, hinter und durch die Leinwand. Das von hinten Bearbeitete wird vorn sichtbar zur Plastizität. Vorgefundene Farbteile werden in die zweidimensional angelegten Farbflächen integriert. Diese kognitive Bildgestaltung bleibt ausschließlich im gegenstandslosen Bereich. Nur die Komposition, die Farbe und deren teils plastisches Vorstreben darf wirken.

Die neuesten abstrakten Arbeiten lösen die Parallelexistenz von Fotografie, Malerei und digitalem Gestalten auf und sind nun als generelle Neuerung in der Kunst manifestiert. Die jeweiligen, bis dato eigenständigen Techniken werden unzertrennbar vermengt und ergeben ein neuartiges Stilmittel in der Gestaltung. Diese drei Gestaltungsmöglichkeiten fusionieren zu einer untrennbaren Einheit. Josef Hirthammer bezeichnet diese Technik als Fusionismus.

Digitales Gestalten am Computer bietet schier unendliche Kreativität. Ausschließlich Farbe und Form spielen bei der Gestaltung die tragende Kraft. Lediglich ein wenig mitspielen darf der Zufall. Der Ausgangspunkt der digitalen Gestaltung ist oftmals eine Fotografie einer vor Jahren gemalten Leinwand.

Josef Hirthammer dokumentiert mit seinen Portraits seit mehr als drei Jahrzehnten den großen Zyklus Zeitgenossen. Er hält diese Personendarstellungen des gegenwärtigen Erscheinungsbildes seiner Mitmenschen bewusst als prägnantes Zeitdokument fest. Schönheits- und Jugendwahn sind als gegenwärtige Phänomene primäre Eigenschaften seiner Zeitgenossen.