Oliver Rath

"Bonjour Bohème"

„… Oliver Rath ist ein Meister der großen Illusion, die das soziale Leben im Zeitalter des narzisstischen Individualismus braucht, denn Authentizität wird immer als Inszenierung, als bildliche Repräsentation gesetzt. Dabei verdichtet er eine Vielzahl von Informationen und visuellen Einflüssen zu einer zentralen Aussage.

Olivers Arbeiten bewegen sich an der Grenze zwischen Kunst, Design, Gestaltung, und Modefotografie. Sie fangen damit das Gefühl einer Generation ein, die sich spielerisch zwischen den unterschiedlichen Medien und Stilrichtungen bewegt und eine ganz eigene Sprache für ihr Leben und ihre Umwelt gefunden hat. Der (anti-)formalistische Gestus der Bilder bedient den radikalen Kodex seiner Protagonisten: Tabubrüche und Grenzüberschreitungen, die sich bewusst an der Schwelle zum Ertragbaren bewegen, rüde Kompositionen, die gegen bürgerliche Bildkonventionen verstoßen. Unter ihrer hochglänzenden Oberfläche verbergen sie das Abgründige und Verschwiegene. …“
— Stefan Strumbel